Sei sanft zu dir

Dir wird oft gesagt, sei es in Videos, Büchern oder durch die Menschen in deinem Umfeld: „Wenn du etwas erreichen willst, musst du hart arbeiten, um deine Ziele zu erreichen.“

 

Aus diesem Satz wurde bereits eine wahre Industrie geschaffen.

In allen möglichen Medien ist die Werbung auf diesen Motivationszug aufgesprungen und wo du auch schließlich hinschaust, sticht diese Philosophie hervor.

 

Manchmal habe ich das Gefühl, dass man überall motiviert wird, sei es beim Schaufensterbummel in der Stadt, im Fitnessstudio, an der Straßenbahnhaltestelle, auf dem Weg zu Arbeit, durch Freunde und Familie, die gerade etwas an sich ändern und versuchen Andere mitzunehmen, auf Facebook, YouTube, Instagram und es gibt noch so viel mehr… Auf der einen Seite finde ich es wirklich richtig gut, da es endlich dazu kommt, dass viele Menschen überlegen und sich dazu animieren lassen, an sich selbst zu arbeiten. So streben Sie an, ihr bestes Selbst zu werden.

 

Auch ich selbst bin auf diesen Motivationszug gesprungen. Ich war so voller Kraft, so voller positiver Ergebnisse für mich und so voller Wünsche, die ich erfüllt haben wollte.

 

Wie kann ich meine Ziele erreichen? Wie kann ich mich verbessern? Wie kann ich mich disziplinieren?

 

Diese Fragen trieben mich an, schließlich wollte ich ja erfolgreich sein. Ich wollte etwas erreichen. Ich wollte viel Geld verdienen. Träume wurden zu Zielen und Wege führten zum Ziel. Der Weg zum Ziel ist kein Fahrstuhl oder eine gerade Strecke, sondern er ist steinig und manchmal auch sehr schwer.

 

Doch wenn ich nichts gemacht habe, beispielsweise nichts Produktives für meinen Blog hinbekommen habe, fühlte ich mich regelrecht schlecht. Wenn ich einen Rückschritt gemacht habe, habe ich mich manchmal sogar dafür gehasst. Ich habe geflucht und war sehr streng zu mir.

Auf Grund meiner eigenen Strenge zu mir selbst, dem ständigen Ehrgeiz und den dadurch bedingten negativen Gefühlen nutzte ich die Meditation und die Meditationsatmung um mich besser zu kontrollieren. Diese sorgten zumindest für ein gefühltes Gleichgewicht.

 

Doch irgendwann ging mir immer wieder die Energie aus. Ich ließ alles liegen um mich wieder aufzuladen. Mich wieder positiv zu bestärken. „Bleib dran.“ „Das ist wichtig.“ „Wenn du dich disziplinierst und dranbleibst, erreichst du deine Ziele.“ Das waren ständig meine Gedanken und die Worte von Freunden und der Familie.

 

Mir geht es hier nicht darum, die Motivationsindustrie zu verteufeln, aber sie ist bei vielen Menschen der Auslöser, zu hart zu sich selbst zu werden, mit nichts mehr zufrieden sein zu können und sich nicht einmal etwas zu gönnen, um motiviert weiter machen zu können.

 

Ich war meist so streng mit mir, dass ich selbst blockierte. Selbst wenn ich wollte, konnte ich nicht weiter machen.

 

Ich gab auf.

 

Ich wusste nicht weiter.

 

Tony, ein Freund, der mich schon vieles gelehrt hat, achtete in einer Coaching Session auf meine Atmung beim Meditieren.

Ich atmete so fest und stark um mein Inneres zu kontrollieren. Erst er erklärte mir, dass man so nur dafür sorgt, sich selbst zu kontrollieren. Dass meine Meditation, so wie ich sie betrieb, nichts bewirken konnte, merkte ich erst daran, dass mein Kiefer während dem Versuch in den Bauch zu atmen immer so angespannt war, dass ich noch eine Woche danach Kieferschmerzen hatte.

 

Ich fing an, sanfter zu atmen und zum ersten Mal seit einiger Zeit begann ich, mich selbst zu spüren. Den zu spüren, der ich wirklich bin.

Ich fing an, sanfter mit mir umzugehen und herauszufinden, was ich wirklich will: Menschen zu helfen, ihr wahres Ziel zu finden. Herauszufinden, was sie blockiert und sie auf ihren Weg zu bringen. Die Themen „Mann sein“ und „Flirten mit Frauen“ ist dabei ein wichtiger Punkt für mich, da viele Männer darunter leiden und nicht offen zu sich selbst und Frauen sind.

Diese Themen verhindern oft, dass Männer sich selbst spüren.

 

Genau da will ich aber hin: Anderen Menschen zeigen, wie das geht und eine Hilfe dabei sein, sich selbst zu spüren, einen Rückschritt zu akzeptieren und sich nicht zu verurteilen, sondern auch selbst zu lieben.

 

Der Weg dahin fängt mit einer leichten Atmung in den Bauch an, wodurch sich die innere körperliche Anspannung bereits löst.

 

Kontrolliere also deine Atmung und sei sanft zu dir auf dem Weg deine Ziele zu erreichen.

 

 

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