Akzeptanz negativer Eigenschaften

„Was gibt es da zu akzeptieren?“, wirst du dich vielleicht fragen. „Man muss doch an sich ständig arbeiten, um Fortschritte zu machen.

 

Da hast du absolut recht. Aber ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass es Eigenschaften bei dir gibt, die sich immer wieder durch deine Taten und Reaktionen wiederholen?

Eigenschaften, die du als sehr negativ empfindest und über die du schockiert bist, dass ausgerechnet du sie hast?

Oft kämpfen wir mit aller Macht dagegen an, weil wir für uns und andere ein Vorbild sein möchten, man quasi sich ja ins Positive verändern will.

 

Und dennoch gibt es Momente, in denen sich diese unangemessenen Eigenschaften durchsickern.  Bei mir ist es die sogenannte „Aufschieberitis“.

 

Ich kann euch sagen, ich habe geflucht und gekämpft. Aufschieben darf man nichts. Man erledigt alles am besten gleich und zügig.

Dies ging eine Weile bei mir gut, doch irgendwann war ich wieder am selben Ausgangspunkt: müde, ausgelaugt und fing wieder an, Dinge aufzuschieben und zu verdrängen.

Nichts half: Positives Mindset, z.B. „wenn ich Dinge gleich erledige, bin ich frei“ oder „du musst kämpfen, „hustlen“, „grinden“. So viel Motivierendes gab es um mich herum, das mir helfen sollte Fortschritte zu machen. Doch früher oder später kam ich immer irgendwann zurück zum Aufschieben.

 

Es fuchste mich und machte mich wirklich wild. Ich war sehr hart zu mir und fühlte mich noch schlechter. Doch wie konnte ich meine Denkweise ändern?

 

Ich entschloss mich dem Ganzen auf dem Grund zu gehen. Mit Hilfe von „Bauch, Herz und Kopf“ (siehe gleichnamigen Blogpost) und Unterstützung meiner Mentorin fand ich heraus, dass ich immer in die Aufschieberitis rutsche, wenn ich einfach nicht mehr kann; mir sprichwörtlich „die Luft ausgeht“.

Ich habe mir einfach zu wenig Pausen und Zeit zum Relaxen, die ich benötigt hätte, erlaubt.

Mein Körper schrie förmlich nach Ruhe und zeigte das durch das ständige Aufschieben.

 

Im ersten Moment war ich geschockt. Doch mit dieser Erkenntnis wurde ich mir selbst gegenüber aufmerksamer.

Wenn ich nun Dinge erledige, achte ich darauf mir auch Zeit für mich bewusst einzuräumen und mich zu erholen.

 

Ich sage nicht, dass dies für jede Aufschieberitis und für jeden gilt. Es gibt viele gute Gründe für das Aufschieben.

Aber nimm dir doch jetzt einmal einen Augenblick Zeit. Schließ die Augen und gehe in dich. Versuch mal herauszufinden, ob du eine für dich negative Eigenschaft findest, die immer wieder auftaucht und du gern ändern würdest.

 

Nimm dir einen weiteren Augenblick und versuch für dich nachzufühlen, warum diese negative Eigenschaft immer wieder kommt.

Manchmal hilft es auch, wenn man erkennt, dass es ok ist etwas aufzuschieben, Zorn zu spüren, neidisch zu sein, sich verurteilt zu fühlen, usw.

 

Es ist an dir, ob du gegen diese negative Eigenschaft kämpfst oder sie akzeptierst.

 

Akzeptieren bedeutet aber nicht sich dem Ganzen zu ergeben und es ausnutzen, dass man für immer faul ist, nein, vielmehr geht es darum, eine negative Eigenschaft, wenn sie auftaucht, zu akzeptieren und sich nicht dafür zu verurteilen.

 

Durch die Akzeptanz, und zwar nur durch echte Akzeptanz, kann es sein, dass Dinge oft schneller wieder verschwinden, als sie gekommen sind.

 

Also erlaube dir, auch vermeintlich negative Eigenschaften zu akzeptieren. Du wirst merken, dass es oft einfacher für dich wird.

 

Du benötigst Hilfe bei der Akzeptanz? Du willst lernen wie man sich selbst akzeptiert und hast keine Ahnung wie?

Melde dich bei mir über Facebook, Instagram oder direkt über das Kontaktfeld. Dann können wir einen Termin zu einem kostenlosen Erstgespräch ausmachen.

Dieses Gespräch wird kein Verkaufsgespräch.

 

Bis dahin.

 

Dein Coach Andreas

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