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Alleine reisen

 

 

 

Ich bin gerade in Toronto, um dort meine Familie zu besuchen. Als ich auf dem Weg zu einem Freund, den ich vor einem Jahr in Budapest kennengelernt habe und der zufällig auch gerade in Toronto ist, war, kam in mir spontan das Bedürfnis auf, dieses Thema auch mit euch zu teilen.

 

Seit ca. 3 Jahren reise ich alleine. Eine Reise in dieser Zeit, die mich bisher am meisten geprägt hat, war nach/ durch Thailand:

Für ganze 6 Wochen war ich in diesem wunderbaren Land alleine unterwegs, auch wenn die Reise alles andere als gut anfing. Noch nie zufuhr unternahm ich eine so lange Reise und das allein. Ich bin schön öfter allein unterwegs gewesen, habe aber auch immer unterwegs das Glück gehabt für eine paar Tage Freunde zu treffen, wodurch die Reisen leichter waren.

 

In Thailand musste ich mich ganz allein in eine neue Welt einfinden; ich hatte in den ersten Tagen niemanden, mit dem ich mich austauschen konnte, weil mein Hostel ausschließlich von Reisegruppen besucht war; kannte niemanden vor Ort und tat mich auch sehr schwer mit Fremden in Gespräche zu kommen. Ich fühlte mich ständig allein, suchte Kontakt nach Deutschland und hing eigentlich mehr am Handy als mir Bangkok anzuschauen.

 

Ein Freund, mit dem ich im ständigen Kontakt stand, machte mich darauf aufmerksam, dass ich in einem wundervollen Land sei und eher am Handy hing. Es dauerte eine Weile, doch irgendwann kam auch ich selbst zu der Erkenntnis, dass ich in einem wundervollen Land mit wundervollen Menschen bin und die wärmende Sonne genießen kann, während Deutschland friert (Januar-Februar)

und traf daraufhin eine Entscheidung: Ich bin zwar alleine unterwegs, aber jetzt habe ich die Möglichkeit mir –wenn auch alleine- ein fremdes Land anzuschauen und eine fremde Kultur kennenzulernen anstelle mit meinem Handy und den Freunden in Deutschland die Zeit zu vergeuden. Und so nahm ich diese Herausforderung, alleine zu sein, nach 4 Tagen endlich an. Denn auch wenn ich hin und wieder für kurze Zeiträume

von einigen Menschen, auch „Locals“, begleitet wurde, war ich doch die weit überwiegende Zeit alleine. Dies war im Endeffekt sogar eine der wertvollsten Erfahrungen, die ich machen durfte: Zu erlernen allein sein zu können. Denn das hat mich gelehrt, mit mir selbst besser umzugehen und mit mir selbst auszukommen. Nach diesen sechs Wochen des Reisens war mir klar, ich werde öfter alleine reisen und einfach schauen, wie es läuft, denn es tat mir richtig gut.

 

So war ich zum Beispiel bereits auch mehrfach alleine in Budapest. Aber anders als in Thailand, war ich in Budapest nie lange alleine. Ich durfte ständig neue Menschen kennenlernen. Unter anderem auch Alex, mit dem ich mich heute in Toronto treffe. Aus Alex und mir entwickelte sich eine richtige „Bromance“: Er lebt eigentlich in Montreal, aber wir treffen uns bereits hier in Toronto und reisen dann gemeinsam weiter nach Montreal. Wir verstehen uns super und ich bin so froh, einen Menschen wie Alex gefunden zu haben. In Montreal werde ich auch noch seine Stadt kennen lernen und ein Wochenende bei ihm auf der Couch übernachten.

Für diese Erfahrung und die Entwicklung unserer Freundschaft bin ich überaus dankbar.

 

Alles in allem bietet einem die Welt so viel, man muss nur seine Angst vor Neuem und Unbekanntem überwinden. In unserer heutigen Zeit gibt es nahezu keine Ausreden für das Reisen, denn auch mit einem keinen Geldbeutel gibt es unzählige Möglichkeiten und Angebote.

Unsere Welt ist so offen, man muss sich nur trauen, mit offenen Augen die Welt entdecken zu wollen.

 

Es könnte auch dein Geschenk an dich selbst sein und du könntest endlich dein Traumland oder deine Traumstadt bereisen. Du kannst ja klein anfangen. Vielleicht mit einem Tag in einer Stadt in Deutschland, dann ein Wochenende in einer Metropole.

Manche Menschen entscheiden sich auch, für viele Jahre unterwegs zu sein.

Es gibt so viele Möglichkeiten in dieser wunderbaren Welt. Du musst diesen Schritt nur wagen.

 

Vor allem hör auf, deine Reisen von Freunden oder Bekannten abhängig zu machen, die am Ende vielleicht doch abspringen. Mach das, was dir gut tut und lass dich dabei von nichts und niemanden aufhalten.

 

Falls du Fragen hast oder Hilfe benötigst Ängste zu beseitigen, wende dich gerne persönlich an mich. Ich werde dir so schnell wie möglich antworten.

 

 

Dein Coach Andreas